Dolomiten 2008

Unterwegs waren:
Teilnehmer: Angelika, Astrid, Chris, Erwin, Juppy, King, Maggie, Monika, Matthes, Volker und Wolfgang

Datum:
30.5.2008 - 09.06.2008
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Freitag, 06.06.2008

Die Rückfahrt nach Obsteig:
Arabba – Passo Pordoi – Canazei – Viego di Fassa – Karer Pass – Karer See – Eggental – Bozen – St. Leonhard – Timmelsjoch – Sölden – Ötztal – Obsteig



Wir ließen es langsam angehen, aufstehen, um 9 Uhr frühstücken und um 10 Uhr losfahren. Das Wetter kam nicht so richtig aus dem Quark, wird es regnen oder nicht, war die große Frage. 10 Minuten vor Abfahrt war die Frage beantwortet, es begann zu tröpfeln. Na ja, waren wir ja schon gewohnt. Auf der Höhe des Passo Pordoi angekommen, hielten wir an. Der eine oder andere hatte noch Bedarf an Aufklebern, Anstecknadeln oder anderen Souverniers.

Mit dem Wetter hatten wir dann doch tatsächlich Glück, je näher wir Bozen kamen, desto trockener wurde es. Vor dem schönsten Teil des Eggentals hielt ich an dem Café, an dem wir schon auf der Hinfahrt Rast gemacht hatten an. Es war auch schon Zeit für unseren vormittäglichen Kaffee, Cappuccino oder Kakao geworden. Hier zogen wir natürlich jetzt unsere Regenkombis aus und in Bozen wurde es tatsächlich richtig warm. Es war um die Mittagszeit, als wir durch die Stadt fuhren. Viel Verkehr und die Sucherei nach der richtigen Straße, machten die Fahrt nicht einfacher. Wenn man hier in Bozen den Wegweisern nach Meran, dort mussten wir ja auch hin, folgt, kommt man automatisch auf die Autostrada. Das wollte ich aber nicht, erstens weil hier natürlich sehr viel Verkehr gibt, zweitens die Fahrt sehr langweilig ist und drittens muss man dafür ja auch noch bezahlen. Ich orientierte mich „der Nase“ nach, ignorierte standhaft die Hinweisschilder und schwups waren wir auf der richtigen Straße. Schön zu fahren, weil wenig Verkehr. Nach einer Stunde erreichten wir St. Leonhard. Das kannte ich aber nicht wieder, hier hatten die Italiener richtig viel gebaut und eine neue Umgehungsstraße führte uns um den Ort herum. Es war immer noch sehr warm, aber am Ortsende, am Beginn des Timmelsjoch hielt ich an, denn ein Blick nach oben verriet, dass das Wetter oben am Joch nicht das Beste zu sein schien.

Wir waren gerade mal ein paar Kilometer gefahren, da war die Straße auch schon nass. Das war aber nicht das Schlimmste, denn kurz hinter Moos, einem kleinen Ort in Richtung Timmelsjoch, staute sich der Verkehr. Hier ist die Straße nur noch sehr schmal, 2 Busse kommen hier nicht aneinander vorbei. Den Grund für den Stau sahen wir, nachdem wir an den wartenden Pkw’s vorbei bis zum Anfang der Schlange gefahren waren.

Ein großer Kranwagen stand hier und hob mit seinem riesigen Greifarm eine große Rolle mit Maschendrahtzaun auf die rechts liegende, steile Felswand. Auf und in dieser Felswand waren Arbeiter, die diesen Zaun jetzt von oben runter buxierten. War schon interessant zu sehen, wie die Straße vor herabfallendem Gestein gesichert wird. Wir schauten gebannt zu, weniger interessant war, dass es jetzt schon wieder anfing zu regnen. Nach schätzungsweise 20 Minuten wurden die Arbeiten unterbrochen und der Tross konnte sich in Bewegung setzen. Die Motorräder konnten als erste losfahren und nicht nur wir, denn während der Wartezeit hatten sich immer mehr Mopedfahrer hier vorne angesammelt. Ich hatte unsere Gruppe natürlich wieder aufgelöst. So zog ein Moped nach dem anderen an mir vorbei. Aber mit zunehmender Höhe und nasser Straße wurden die „Schnellfahrer“ doch langsamer und ich kam wieder ran. Oben auf’m Joch herrschte, wie fast immer, wenn ich hier fahre, dichter Nebel. Wir sammelten uns an der österreichischen Mautstelle, Monika stieg ab und zahlte für uns alle, das ging schneller. Natürlich bekam sie die Maut von jedem zurück, mittlerweile kostet die Fahrt übers Joch 11 Euronen.

Wundersames geschah! Nachdem wir ein paar Höhenmeter bergab gefahren waren, kamen wir unter die Wolken und die Straße wurde trocken. Ja sogar die Sonne kam zum Vorschein, endlich, Klasse, große Freude. So konnten wir auch hinter einer so genannten Galerie ins rechts neben der Straße liegende „Sahnestübl“ einkehren. Hier nahmen wir bei schönstem Sonnenschein unseren Nachmittagskaffee ein. Ich freute mich schon auf die Fahrt bis Obsteig, hatte ich doch geplant, in Ötz nach rechts hinauf in Richtung Kühtai zu fahren und in Ochsengarten die kleine Straße hinunter nach Haiming am Inn zu nehmen. Aber der Reihe nach.

Nach der Pause machten wir uns auf, die letzten 40 Kilometer an diesem Tag unter die Räder zu nehmen. Hinter Sölden begann es zu regnen. Ja Scheiße, schon wieder die blöden Regenkombis anziehen. Das war aber auch gut so, denn es regnete nicht nur, es begann zu schütten wie aus Eimern. Die Idee mit Kühtai und Haiming strich ich mal ganz schnell. Bei Stams tankten wir noch mal und erreichten klatschnass, so gegen 17:00 h die Pension Partner in Obsteig. Für uns alle überraschend sagte Volker, dass er weiter nach Hause fahren würde. Verstanden wir eigentlich nicht so richtig. An seiner Stelle hätte ich mich doch dann in Bozen auf die Bahn geknallt und gemacht, dass ich zügig nach Hause käme. Aber jeder so, wie er möchte.

Das Einzige, was am heutigen Abend gut war, war mal wieder das „Wiener Schnitzel“! Bei unserer abendlichen Runde mit, und womit sonst, „31“ spielen, beschlossen wir, wenn es morgen früh auch so’n Scheißwetter wäre, nach Hause zu fahren.


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