Weserbergland 2007

Unterwegs waren:
Angelika, Axel, Chris, Erwin, King, Lilo, Maggie, Manni, Marlies, Monika und Wolfgang

Datum:
02.06.2007 - 09.06.2007
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Donnerstag,07.06.07

8-9-10 war heute wieder die Devise. Aber bevor wir losfahren konnten, stand ein Programmpunkt an, den wir schon immer pflegten, nämlich das obligatorische Gruppenfoto. Der Vater von Markus übernahm diese Aufgabe sehr gewissenhaft und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.


Nachdem die Aufnahmen im Kasten waren, fuhren wir über kleine Straßen, also nicht entlang der Weser, in Richtung Oberweser. Kurz vor diesem Ort gibt es eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit. Durch eine optische Täuschung glaubt man zu sehen, dass der Bach neben der Straße bergauf läuft, was natürlich Blödsinn ist, aber es sieht tatsächlich so aus. Die Straße hat ein Gefälle und der Bach natürlich auch, aber da unsere Augen die Straße nicht als so abschüssig einstufen, entsteht eben dieser Eindruck. Dann ging es runter an die Weser und per Fähre setzten wir über den Fluss. Auch ne interessante Sache, diese Fähre. Sie hatte keinen Motor und wurde nur durch die Kraft des Wassers von einer Seite zur anderen Seite bewegt. Über den Fluss ist ein dickes Drahtseil gespannt, an der eine Laufrolle mit der Fähre verbunden ist. Und zu unserem Erstaunen funktioniert das. Na ja, was unsere Altvorderen entwickelten, war manchmal ganz schön clever gemacht. Das Gefährt nennt man übrigens Gierseilfähre und wurde 16hundert Piefendeckel von einem Holländer erfunden, aber das wisst Ihr ja.


Da wir uns um 12:00h mit Jöckels und Lilos Sohn Arne in Göttingen treffen wollten, reichte die Zeit nicht mehr, über die von mir ausgesuchten kleinen Straßen zu fahren, sondern wir nahmen die Bundesstraße. Und wie ich es liebe, trafen wir zur rechten Zeit in Göttingen ein. Im Gegensatz zu unserem Nordrhein-Westfalen war hier kein Feiertag. Die Stadt war voll von kaufwilligen Konsumenten. Am Gänsebrunnen hatten wir uns verabredet und dann auch schnell zusammengefunden. Wir setzten uns in eines der vielen Restaurants und aßen eine Kleinigkeit. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich Spaghetti Bolognese geordert hatte. King, Monika und Wolfgang machten einen kleinen Rundgang durch die Göttinger Innenstadt. Nach einer guten Stunde verließen wir die Stadt und fuhren wieder in Richtung Weser. Allerdings jetzt über die von mir so geliebten kleinen Straßen. Schöne Gegend. In Uslar, einer kleineren Stadt im Weserbergland meinte Manni, dass er kein Lust mehr hätte und sich einmal alleine in der Stadt umsehen wolle, vielleicht wollte er mal bei einem Hondahändler umschauen, denn dieser Händler hatte am vorherigen Wochenende eine große Ausstellung gehabt. Na ja, wenn er meinte. Wir fuhren weiter, über eine ganz kleine Waldstraße. Diese Straße war zwar gesperrt, aber wir setzten uns über das Durchfahrtsverbot hinweg und bereuten diesen Schritt nicht. Eine klasse Straße. Wir erreichten dann Bad Karlshafen und machten hier natürlich eine Kaffeepause.


Nur Erwin wollte nicht und fuhr mit Maggie auf dem Soziussitz zurück in unsere Unterkunft. Das Wetter war herrlich, und herrlich war auch, die Leute am heutigen Feiertag zu beobachten. Um ½ 6 waren auch wir wieder in „unserer“ Pension Resi und genossen das erste Bier am heutigen Tag. Manni saß schon an unserem Stammplatz draußen und lächelte vor sich hin.
„Manni, watt iss? Du grinst so !“
Für uns alle kam dann die völlig überraschende Antwort:
„Ich hab mir ‚ne Goldwing gekauft!“
„Watt ??? Nee ne!“
„Doch!“
„Zeisch den Kaufvertrag!“ forderte ihn Maggie in ihrer unnachahmlichen, direkten Art und Weise auf.
Darauf war Manni offensichtlich vorbereitet, er hatte die Unterlagen vor sich liegen. Nachdem wir fast alle staunend die Papiere gesehen hatten, erzählte Manni uns die Geschichte. Er war bei diesem Hondahändler, hatte die Goldwing gesehen und war sich schnell klar, das Ding müsse er haben. Er rief seinen Finanzminister noch vom Hondahändler aus an und das Geschäft war gelaufen. Seine Kawasaki VN 1500 hatte er in Zahlung gegeben und morgen könne er die Goldwing abholen. Na das war ein Ding, kauft der mal schnell im Vorbeigehen so’n Riesending, na herzlichen Glühstumpf, äh Glückwunsch.

An der Pension stand eine alte Simson Schwalbe Duo. Kenner wissen, was das ist. Das ist ein 50 ccm Moped aus alten DDR Zeiten, welches als 2Sitzer gebaut ist. Allerdings sitzt man bei diesem Gefährt nicht hintereinander, sondern nebeneinander. Jöckel interessierte sich dafür und sprach den Vater des Hotelinhabers an. Dieser meinte, dass das Ding seinem anderen Sohn gehören würde. Er, der Vater, wäre froh, wenn dieser Schandfleck endlich hier weg käme. Jöckel solle doch mal den Sohn ansprechen. Das tat er dann auch sofort, aber er kam mit der Nachricht wieder, der Sohnemann wolle die stolze Summe von 750 Euronen haben.


Der Abendbrottisch war gedeckt und wir unterhielten uns über den, doch sehr hohen Preis und waren uns alle einig, dass das nun viel zu teuer war.
Nach dem Abendessen verbrachten wir den restlichen Abend bei äußerst angenehmen Temperaturen draußen auf der Terrasse. Natürlich begleitet von einigen Bierchen und einer zusätzlichen Runde unseres Gastgebers Markus Weber. Er kredenzte uns einen sehr schmackhaften Obstbrand, oder so was ähnliches. Gegen 23:30 h war dann Schluss für heute.


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