Weserbergland 2007

Unterwegs waren:
Angelika, Axel, Chris, Erwin, King, Lilo, Maggie, Manni, Marlies, Monika und Wolfgang

Datum:
02.06.2007 - 09.06.2007
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Mittwoch, 06.06.07

Ja was war das denn, heute musste ich eine Stunde früher aus dem Bett – Mist ! Weil, heute machten wir eine längere Tour, es ging in den Harz. Schon um 09:00 h begann die Fahrt. Nach 3 Stunden mit einer kleinen Zigarettenpause erreichten wir mittags den Hexentanzplatz, mitten im Harz, in der Nähe der Stadt Thale. Mit so vielen Touristen hatten wir allerdings nicht gerechnet. Hier war richtig was los. Wir entschlossen uns zu einer Mittagspause und begaben uns auf die Terrasse eines Restaurants, jedenfalls hielten wir es dafür. Es stellte aber heraus, dass es keine Bedienung gab, sondern wir mussten uns in eine lange Schlange anstellen, unser Essen bestellen und sofort an einer Kasse bezahlen. Offensichtlich waren die Insassen eines Reisebusses vor uns, was das Ganze natürlich erheblich verzögerte. Irgendein Mann ging dann aus der Schlage heraus und wollte nach draußen gehen. Er wurde mit dem Ruf „Egon“ aber von seiner Frau zum umkehren genötigt. Wie das wohl bei älteren Ehepaaren so ist, hörte Egon schlecht und ging weiter. Aber er hatte die Rechung ohne uns gemacht. Wie aus einem Munde brüllten wir „Eeegonn“ und schon drehte er sich um und trabte brav in Richtung seiner Gemahlsgattin.


Während wir draußen dann unser kärgliches Mahl einnahmen unterhielten wir uns mit diesem Ehepaar über völlig belanglose Themen, von wegen dem Wetter und so.
Vom Hexentanzplatz aus ging unsere Fahrt weiter nach Elbingerrode. Hier waren wir im Jahre 1999 auf unserer Harztour im Hotel „Zum Goldenen Adler“, oder so ähnlich, zu unserer vollen Zufriedenheit untergekommen. Frank Querfurt, dem Inhaber dieses Etablissements, wollten wir einen Besuch abstatten. Nachdem wir auf den Parkplatz am Hotel angehalten hatten, ging ich hinein und traf auf eine freundliche Dame, die mir erklärte, dass Frank schon seit 5 Jahren nicht mehr der Inhaber sei. Er hätte das Hotel an sie verkauft. Sie hätte sich aber schon über neue Übernachtungsgäste gefreut, was ich leider verneinen musste.

Wir fuhren die paar Kilometer weiter nach Werningerode. Mann, was hat sich diese Stadt in den letzten 8 Jahren verändert. Vollkommen neue Verkehrsführung. Ich fand dann nach einiger Zeit den Weg in die Innenstadt und auch einen Platz, um unsere Moped abzustellen. Ob wir die Mopeds hier parken durften war aufgrund der Beschilderung einigermaßen unklar. Aber … eine Politesse stand in unserer Nähe und unterhielt sich mit einem Ehepaar. Ich ging zu ihr und erkundigte mich. Sie sagte uns, hier würden alle parken und bekämen dann auch alle eine „Knolle“. Eine Querstraße weiter wären spezielle Parkplätze für Motorräder. Ohne wieder die Helme anzuziehen fuhren wir dorthin. Dann folgte die obligatorische Stadtbesichtigung. Wir besichtigten aber mit Ausnahme vom Wolfgang und Monika nur den Marktplatz mit dem berühmten Rathaus, denn … ein großes Café mit Aussengastronomie, direkt am Marktplatz gelegen, ließ uns keine andere Wahl. Hinsetzen, Kuchen oder Eis bestellen!


Nach einer ausgedehnten Pause gingen wir zurück zu unseren Motorrädern. Und wer kam uns entgegen ? Egon, der Typ vom Hexentanzplatz. Freudige gegenseitige Begrüßung, als ob wir schon jahrelang befreundet wären. Dann machten wir uns auf den Weg nach Beverungen.
Leider kam mir eine Umleitung dazwischen und so konnte ich nicht die schöne Straße über Drei Anne Hohne und Schierke fahren –die kannte ich noch von unserer Harztour im Jahre 1999-, sondern wir mussten zurück nach Elbingerode und dann weiter über Elend nach Braunlage. Von hier aus nahmen wie die B 27 bis Gieboldehausen. In Herzberg am Harz passierte es dann. Die B 27 ist hier 4-spurig mit Mittelstreifen ausgebaut, also so, dass man nicht wenden kann. An der Kreuzung, von der die B 243 nach recht in Richtung Osterode abgeht, verloren Erwin, Marlies und ich den Rest der Gruppe an der Ampel. Wir fuhren noch ein Stück, bis ich eine Stelle an dieser vielbefahrenden Bundesstraße fand, an der wir anhalten konnten. Wir warteten und warteten, es kamen viele Autos, aber keine Motorräder. Nachdem wir die 4. Ampelschaltung abgewartet hatten, meinte ich zu meinen beiden noch übrig gebliebenen Mitfahrern, dass sie hier warten möchten, ich würde dem Rest der Truppe mal entgegen fahren. Nachdem ich nun schon fast 4 Kilometer unterwegs war, hatte ich die Jungs und Mädeln noch immer nicht gesehen und ich kam an die Stelle, an dem der Mittelstreifen wieder begann. Hier weiterzufahren wäre Blödsinn gewesen, weil ich dann die nächsten 5 Kilometer nicht mehr wenden konnte. Ich drehte also um und fuhr zurück zu dem Punkt, wo Erwin und Marlies auf mich warteten. Dachte ich jedenfalls. Ich denk, mich tritt ein Pferd, auch die Beiden waren nun nicht mehr zu sehen. Watt war datt denn ??? Mir schoss durch den Kopf, die verarschen dich ganz gewaltig! Ich stieg von meiner Kawa und rief, „Ihr könnt rauskommen, ihr braucht Euch nicht länger zu verstecken!“ Aber nichts passierte. Kurz dachte ich an eine „Versteckte Kamera“ oder so was, aber wie gesagt, es passierte nichts ! Was tun, ich machte mich also auf den weiteren Weg in Richtung Heimat und hoffte darauf, meine Gruppe irgendwo auf mich warten zu sehen. Aber wieder nichts.

An einem Gasthaus machte die Straße einen Linksknick, hier hielt ich an und fuhr wieder zu dem Punkt zurück, wo ich Erwin und Marlies zum letzten Mal gesehen hatte. Kurz bevor ich diesen Ort erreicht hatte merkte ich, dass mein Handy vibrierte. Handy raus, „Moment, ich muß zuerst mal meinen Helm abnehmen“ sprach ich ins Handymikrophon. Als ich nun das Ding ans Ohr halten konnte, hörte ich, dass die gesamte Gruppe hinter dem Linksknick am Gasthaus auf mich warten würde. Ja Scheiße, ein paar Meter weiter und ich hätte mir diese zusätzlichen 8 Kilometer sparen können. Ich jagte über die Landstraße, soweit man bei meiner kleine Kawa mit ihren 500 ccm von jagen sprechen kann und sah dann zu meiner Erleichterung die Kameraden und Kameradieschen.


Zigarettenpause war jetzt zwingend notwendig und es wurden viele Erklärungen abgegeben, warum wir uns verloren hatten. Monika hatte gemeint, wir würden über Osterode fahren und hatte den Rest der Gruppe an der Ampel umdirigiert. Und warum waren meine Getreuen (Erwin und Marlies) nicht am Ort geblieben. Die hatten mich dann in der Gruppe vermutet und waren ohne genau hinzusehen hinter denen hergefahren, als sie zusammen trafen. Na Super, warum habe ich dann im Vorfeld der Tour ein Roadbook gemacht, auf der jeder die Streckenführung ablesen kann ??? Das ganze Gedöns hat uns gut und gerne 40 Minuten Zeitverlust beschert. Das war auch einer der Gründe dafür, dass wir erst um ½ 7 unsere Unterkunft erreichten.

Zum Abendbrot gab es dann wieder ein Fußballspiel. Unsere Nationalmannschaft gegen die Fußballgötter aus der Slowakei. Nur das Endergebnis war keineswegs göttlich, nur 2:1 gewonnen. Aber immerhin gewonnen. Übrigens gewonnen, den Wettpott –natürlich hatten wir auch heute das Ergebnis getippt- hatte Marlies gewonnen. Sie lag mit ihrem Tip goldrichtig, wurde aber bei der Tipabgabe mitleidig belächelt, von wegen Frauen und Fußball und dann noch tippen! Das Fußballspiel lief noch, als Lilo und Jöckel eintrafen. Nun war die Gruppe komplett. Jöckel hatte schon im Vorfeld der Tour darum gebeten, am Donnerstag nach Göttingen zu fahren, weil sein Sohn dort studiert. Nachdem wir auf der Terrasse den Abend hatten ausklingen lassen, fielen wir gegen ½ 12 in die Betten.


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