Samstag, 23. 05. 2009
Die Streckenführung:
Reinsfeld – Petersberg – Malborn – Thalfang – Morbach – Bruchweiler – Schauren Stipshausen – Rhaunen – Gehrweiler – Winterbach – Bockenau – Waldböckelheim Traisen – Norheim – Bad Münster am Stein – Altenbamberg – Altenbaumburg Altenbamberg – Niedermoschel – Obermoschel – Odernheim – Bad Sobernheim Meddersheim – Bärweiler – Hundsbach – Becherbach – Schmidthachenbach Bärenbach – Fischbach – Gerach – Herrstein – Kempfeld – Bruchweiler – Morbach Thalfang – Petersberg – Reinsfeld
Nach dem Frühstück fuhren Manuela und Lina zuerst einmal zum tanken. Sie kamen um ¼ vor 10 wieder und die Tour konnte losgehen. Wir kamen aber nur ein paar 100 Meter weit, da blieb der Rest der Truppe hinter mir stehen. Als ich das bemerkte, war ich schon außer Sichtweite. Ich wartete, aber niemand kam. Nach ein paar Minuten kehrte ich dann um und sah, dass die ganze Gruppe am Straßenrand stand. Aufklärung; an Lina’s Honda war der Gasgriff gebrochen. Sie konnte nur noch fahren, indem sie den Gasgriff stark in Richtung Tachometer drückte. Wir fuhren zurück zum Hotel, schauten im Internet nach einem Hondahändler und wurden in Losheim und Trier fündig. Der Mensch in Losheim konnte nichts Konkretes sagen, der in Trier ging erst gar nicht an’s Telefon. Nach einer kurzen Diskussion waren wir uns einig, Lina und Manuela fuhren nach Losheim und der Rest der Truppe setzte sich dann um ½ 11 in Bewegung.
Bis Morbach fuhren wir auf der Hunsrückhöhenstraße und bogen dann nach rechts- endlich weg von der Bundesstraße- ab. Eine schöne, aber leider etwas holprige, schnurgerade Straße endete in Bruchweiler. Weiter ging es über Schauren, Stipshausen und Rhaunen bis Gehrweiler. Irgendwann war jetzt schon eine Pause fällig und tatsächlich, an einer Kreuzung war das Gasthaus „Zur grünen Au“. Prima, hier konnten wir unseren 2. Kaffee trinken. Ja, denkste! Das Gasthaus war sehr ungastlich, weil geschlossen! Schade.
 Wir machten trotzdem eine Pause, wenn auch ohne Kaffee.
Weiter ging es bis an die Nahe. In Bad Münster am Stein verließen wir die Nahe und folgten der Alsenz (auch ein Fluß !). Im Ort Altenbamberg liegt oberhalb des Ortes die Altenbaumburg. Die kannte ich von zahlreichen Besuchen vorher und hatte hier unsere Mittagspause geplant. Aber heute schien ein Tag zu sein, an dem nichts richtig passte. Zuerst das Malheur mit Lina, dann hatte ich mich hinter Rhaunen verfahren, das Gasthaus „Zur grünen Au“ war geschlossen und nun war auch noch auf der Altenbaumburg eine „geschlossene“ Gesellschaft! Ja Scheiße, was sollte denn heute noch alles schief laufen? Aber etwas Glück hatten wir dann doch, denn der Wirt meinte, dass wir draußen –bei herrlichem Sonnenschein- Platz nehmen dürften, kalte Getränke könne er uns servieren. Nur leider zu Essen könne er uns nichts machen, weil er eine Hochzeitsgesellschaft erwartet, die mit einem 5 Gänge Menu verwöhnt werden wollte. Nun gut, dann fasten wir eben heute Mittag!
Nach gut einer Stunde machten wir uns wieder auf den Weg. Aber ich fragte den Wirt nach der nächsten Tankstelle, da mein Benzinvorrat nur noch ein paar Kilometer reichen würde. Nach seiner Auskunft wäre die nächste Tankstelle im Ort Alsenz. Gut. In diese Richtung wollten wir sowieso fahren. Allerdings hatte ich im Plan, kurz vor Alsenz nach Obermoschel abzubiegen. Aber weil der Type Alsenz gesagt hatte, wolle ich dahin fahren. Wie sollte es heute anders sein, die Ortseinfahrt war wegen einer Baustelle geschlossen. Wir mussten den 4 Kilometer Umweg über die Umgehungsstraße nehmen, und an die Tankstelle zu gelangen. In Alsenz angekommen, fragten wir 2 Passanten, wo denn die Tanke wäre. Und was soll ich sagen, die war wegen der Umleitung geschlossen, toll! Aber in Obermoschel wäre die nächste Tankstelle, ja Scheiße, da wollte ich doch sowieso hin. Also die Umleitungsstrecke wieder zurück, nach Obermoschel abgebogen und endlich sah ich linksseitig eine Aral Tankstelle. Mein Tank fasst 9 Liter plus 2 Liter Reserve, getankt habe ich 10,75 Liter, weit wäre ich nicht mehr gekommen.
Erleichtert setzten wir unsere Fahrt fort, aber jetzt immer mit der Maßgabe ein Café zu finden. Nur ich fand keines. Dafür eine fürchterlich verwinkelte Umleitungsstrecke. Ich hatte langsam aber sicher die Schnauze voll, nichts lief so richtig. Deshalb beschlossen wir während einer kleinen Zigarettenpause die Route zu ändern und nach Morbach zu fahren, hier würden wir bestimmt ein Café finden und endlich was zu essen bekommen. So war es dann glücklicher Weise dann auch. Gegen 4 Uhr nahmen wir dann in einem schönen Café Platz.
Was uns aber heute auch interessierte, war der letzte Spieltag der Fußballbundesliga. Heinrich konnte über sein Handy mit Internetzugang ständig über die Zwischenstände unterrichten und erleichtert konnten wir erfahren, dass der VfL Wolfsburg Deutscher Meister geworden war und nicht schon wieder der FC Bayern!
Damit uns jetzt nicht schon wieder eine unverhoffte Umleitung im Weg stand, nahmen wir die Bundesstraße zurück nach Reinsfeld. Hier erwarteten uns schon Lina und Manuela und berichteten uns, dass der Hondamann in Losheim ihnen sehr gut geholfen hatte. Er hatte tatsächlich einen passenden Gasgriff montiert und das Moped lief wieder. Die Beiden hatten sich einen schönen Tag gemacht und an einem See die Seele baumeln gelassen.
  Der Abend verlief, wie die vorherigen auch, Essen, Activity, Bettruhe. Allerdings mit der Ausnahme, dass ich Frau Kolz (Inhaberin des Hotels Jägerhof) die obligatorische Urkunde überreichte. Sie ließ sich, wie es sich gehört, nicht lumpen und kredenzte uns eine Runde.
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