Hunsrück 2009

Unterwegs waren:
Erwin, Maggie, Franz-Josef, Gabi, Mattes, Astrid, Juppy, Manni, Chris, Manuela, Lina, Addi, Heinrich und Gaby

Datum:
20.05.2009 - 24.05.2009
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Freitag, 22. 05. 2009

Die Streckenführung:
Reinsfeld – Grimburg – Wadrill – Weiskirchen – Rappweiler – Weierweiler – Münchweiler – Reimsbach – Hargarten – Brotdorf – Merzig – Ballern – Schwemlingen – Nohn – Orchholz – Freudenburg – Trassem – Merzkirchen – Wincheringen – Grenze Luxemburg - Wormeldange – Dreiborn – Flaxweiler – Olingen – Junglister – Blummendall – Mullerthal – Berdorf – Echternach – Grenze Deutschland – Minden – Ralingen – Newel – Kordel – Ehrang – Schweich – Mertensdorf – Waldach – Krolingen – Schondorf – Holzerath - Reinsfeld


Wie sollte es anders sein, ich kam mal wieder als Letzter zum Frühstück. Um 10:00 h ging’s dann mit dem Mopedfahren los. Wir fuhren von Reinsfeld über die B 407 bis kurz vor Kell am See. Hier wollte ich nach links abbiegen, verpasste aber die Straße. Na das fing ja gut an, schon die erste Abzweigung nicht gesehen. Kurz dahinter ist eine, auf der rechten Straßenseite liegende, Tankstelle. Das nutzte ich zum Wenden, begleitet von schmunzelnden Gesichtern der hinter mir fahrenden.
Ich hatte mir bei der Tourvorbereitung mal das Gelände auf Google-Maps angesehen. Ist schon toll, was heutzutage mit dem Computer alles möglich ist. Dort hatte ich gesehen, dass eine ganz kleine Straße durch den Wald bis nach Wadrill führte. Endlich hatte ich die Straße gefunden und wir wurden nicht enttäuscht. Eine herrliche Straße, gute Teerdecke und ein schöner, lichter Buchenwald. Aber leider war das letzte Stück, welches ich im Internet gesehen hatte, für den Verkehr gesperrt. Wir kamen bei Grimburg wieder auf die „normale“ Straße, die über Wadrill zum Kurort Weiskirchen führte. Weiter gings über Rappweiler und bei Nunkirchen mussten wir ein kleines Stück Bundesstraße fahren. Die verließen wir aber kurz hinter Nunkirchen nach rechts. Michelbach, Reimsbach, Hargarten waren die Orte, die wir auf dem Weg nach Merzig passierten. Hier in Merzig angekommen, staute sich der Verkehr aber ganz erheblich. Eine nervige Ortsdurchfahrt, am Kreisverkehr hatte ich fast den Abzweig über die Saarbrücke verpasst. Endlich hatten wir die andere Saarseite erreicht und es lief wieder zügiger. Es ging bergauf bis Schwemmlingen und hinter dem Ort fuhren wir hinunter an die Saar. Ein paar Kilometer entlang des Flusses in Richtung der Saarschleife. Über Nohn fuhren wir hinauf nach Orcholz. Schnell war auch der große Parkplatz gefunden. Hier konnte man schon sehen, dass hier sehr viele Touristen den phantastischen Blick auf die Saarschleife von oben genießen wollten.
Wir parkten die Motorräder und machten uns auf den beschwerlichen (5 Minuten Gewaltmarsch! ) Weg zum Aussichtspunkt über dem Wahrzeichen des Saarlandes. Zu meinem Erstaunen drängten sich hier doch recht viele Touristen. Es war ja noch relativ früh am Tag, 11 Uhr hatten wir gerade mal.


Als ich vor ein paar Jahren mal hier alleine mit dem Moped war, konnte ich fast alleine den Ausblick genießen. Für den heutigen Tag hatten wir uns vorgenommen, das obligatorische Gruppenfoto zu machen. Dazu hatten wir alle das diesjährige „Tourshirt“ angezogen. Auch war schnell jemand gefunden – ein Motorradfahrer aus Krefeld, der auch mit einer Gruppe hier war- der das Foto machte. Aber so leicht war das nicht, wir mussten zuerst einmal die Massen von Leuten von der Mauer – nein nicht schubsen- drängen, damit wir uns für das Bild auch richtig in Positur stellen konnten. Ist ein schönes Foto geworden.


Danach gingen wir zurück in Richtung Parkplatz und fanden am „Touristenzentrum“ auf der Terrasse eines Cafés einen sonnenüberfluteten Platz. Einige von uns enterten die Plätze unter den Sonnenschirmen, aber andere bevorzugten die sonnigen Plätze. Was sich im Nachhinein als bessere Alternative herausstellte, denn im Schatten war es doch einwenig schattig, was der Name ja schon sagt. Auch ich setzte mich um.
Nach gut eineinhalb Stunden setzten wir unsere Fahrt fort. Es ging in Richtung Luxemburg. Über sehr schöne kleine Straßen erreichten wir die Mosel bei Wicheringen. Allerdings verwehrte uns eine Umleitung den direkten Weg dorthin. Auch die Straßen in Luxemburg waren sehr gut zu befahren. Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir das bekannt schöne Mullerthal. Am Beginn dieses Tales hielt ich zur kleinen Zigarettenpause an. Aber der Ort gefiel Matthes und Astrid nicht so richtig. Sie wollten ein Stück weiter fahren. Fand ich etwas blöd, denn nur für eine kleine Pause jetzt wieder aufsitzen und 200 m weiterfahren, nee. Nur Franz-Jupp und Gabi folgten den Beiden. Nach der Pause fuhren wir gemeinsam durch das Tal. Ist schon toll, die Felsformationen zu sehen. Bevor wir aber gestartet waren, bat ich Gaby, die Fahrt durch das Tal mit meiner Videokamera aufzunehmen. Juppy sollte von hinten die Gruppe überholen, dass wir alle mal auf dem Video waren. Vom fahrerischen hat das auch prima geklappt, vom videografieren, man kann es sich schon denken, eben nicht, weil … meine Kamera hat einen aufklappbaren Monitor, welcher durch den Fahrtwind ständig zuklappte und dadurch die Aufnahme stoppte. War also nix mit Video, doof, oder anders gesagt, schade.
Eigentlich hatte ich vor, dass wir in Echternach eine Pause einlegten. Aber hier war die Hölle los, irgendeine Veranstaltung wurde schon mit Bannern, welche über die Straße gespannt waren, angekündigt. Die Pause machten wir, aber nur zum Tanken. Matthes und Astrid sagten, dass sie in Schweich ein schönes Restaurant direkt an der Mosel wüssten. Also würden wir dort hin fahren. Aber dazu mussten wir uns zuerst einmal durch Echternach kämpfen. Stop and go Verkehr, furchtbar.


Mattes hatte mir gesagt, dass ich mich in Schweich an das Schild „Hafen“ halten sollte. Aber ich fand dieses Schild nicht. Als wir uns immer weiter von der Mosel in nördlicher Richtung entfernten, hielt ich an. Astrid schimpfte schon (sie kannte sich offensichtlich aus) und übernahm die Führung. Aber so richtig kannte sie sich wohl doch nicht aus, denn die letzten 2 – 300 Meter führte sie uns über Fahrradwege zu besagtem Restaurant. Unter Flüchen und Beschimpfungen von diversen Radfahrern erreichten wir dann die Gestade der Mosel. Matthes meinte dann, er hätte mir doch gesagt, dass ich mich in Richtung „Schwimmbad“ halten solle. Ich bin immer noch der Meinung, dass er Hafen gesagt hatte. Aber was soll’s, die Lokalität, die „Der Fährmann“ hieß, entschädigte uns.


Wir saßen sehr schön im schönsten Sonnenschein an der Mosel und ließen uns den Kaffee, Cakao oder Cappuccino (natürlich für Manni !) schmecken. Kuchen gab’s auch, aber den Vogel hatte Juppy abgeschossen. Der hatte sich was herzhaftes, ein „Käsebrett“ bestellt. Ich kann euch sagen, da kam ein Ding an; lang und schmal war das Brett, schätze mal 80 x 20 cm. Belegt war das Brett mit mindestens 3 Scheiben Graubrot und Käse. Na da hatte er was zu kauen. Unter gütiger Zuhilfenahme seiner Gattin –sie bekam aber nur einige Bissen ab- schaffte er tatsächlich diese Kleinigkeit.


Nachdem wir uns hier fast 2 Stunden aufgehalten hatten, fuhren wir über, wie kann es anders sein, wunderschöne kleine Straßen hinauf nach Reinsfeld. Gegen 18:00 h erreichten wir unser Hotel und genossen das erste Bier des heutigen Tages. Dabei fiel Manni ein großer Schlüssel auf, den er in seiner Hosentasche gefunden hatte. Schnell wurde ihm klar, dass das der Schlüssel der Toilette war, die er auf der Hinfahrt in Ürzig aufgesucht hatte.
Wir warteten wieder recht lange auf unser, zugegebener Maßen, gutes Essen und konnten dann endlich wieder Activity spielen. Kurz vor Mitternacht fiel dann für heute der Hammer.


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