Samstag, 31. Mai 2008
Gegen 9 Uhr trafen wir uns zum Frühstück und um genau 10 Uhr machten uns auf den Weg in die Dolomiten. Wir, Juppy, King, Volker, Wolfgang mit Monika und ich fuhren natürlich mit dem Moped, Erwin nebst diversem Anhang mit dem Wagen. Da das Timmelsjoch noch geschlossen war, wählte ich die Strecke über den Brenner. Dazu mussten wir allerdings durch Innsbruck und das am Samstagvormittag. Na ja, es war viel Verkehr, aber wir kamen ganz gut durch, sogar ohne uns zu verfahren. Kurz vor dem Brennerpaß legten wir eine erste Kaffeepause ein. Es war mittlerweile Mittag und wir hatten für die ersten 60 Kilometer schon fast 2 Stunden gebraucht. Aber das störte uns nicht im Geringsten.
Hinter Sterzing, an der Auffahrt der Nordrampe zum Penser Joch hielt ich an, löste die Gruppe auf und jeder konnte jetzt so schnell er wollte oder konnte, das Joch erklimmen. Das Wetter war bis jetzt eigentlich ganz passabel gewesen, aber je höher wir kamen (das Penser Joch hat, wie wir ja alle wissen, eine Höhe von 2.214 m ü.N.N ) desto kälter und vor allen Dingen schlechter wurde das Wetter. Oben angekommen waren es nur noch ein paar Grad über 0 und feiner Schneegrieselregen machte den Aufenthalt hier relativ ungemütlich. Aber das war für mich noch lange kein Grund, die Regenkombi schon wieder anziehen zu müssen. Also nix wie ab durch’s Sarntal, immer bergab in Richtung Bozen. Und siehe da, je tiefer wir kamen, desto besser wurde das Wetter. Die Sonne ließ sich blicken, wie schön. Wir fuhren aber nicht durch Bozen, sondern bogen vorher nach links in Richtung Klobenstein ab. Eine sehr schöne, sehr kurvige und sehr schmale Straße erwartete uns. Bergauf, bergab, Kurven und Kehren, das ist ‚ne Klasse Straße.
In Klobenstein angekommen, fand ich nicht die Straße über Siffian hinunter ins Tal der Etsch. Juppy hatte sein Navi dabei und führte nun die Gruppe an, mit dem Erfolg, dass wir zuerst einmal in einer Hofeinfahrt landeten. Er war schlicht und einfach zu früh nach links abgebogen. Aber dann fand er in Zusammenarbeit mit seinem Navi den Weg. Zwar nicht über Siffian sondern über eine sehr kleine Straße nördlich nach Barbiano. Hier wechselten wir auf die SS 12, fuhren südlich bis zum Eggental und oh Schreck, den schönsten Teil dieses fantastischen Tals konnte man nicht mehr fahren, sondern wurde durch einen Tunnel geleitet. Scheiße, aber der Tunnel wird wohl von Nöten gewesen sein.
Von den vorhergegangenen Dolomitentouren war mir ein Café im Eggental bekannt. Hier machten wir auch dieses Mal Rast und ich bestellte mir hier ein Stück der sehr leckeren Buchweizentorte, natürlich mit Sahne. Monika probierte einen Bissen und meinte dann, ich müsse wohl abgestorbene Geschmacksnerven haben, um so etwas essen zu können. Aber mir schmeckte es sehr gut.
Nach der Pause, es war schon nach 15 h, nahmen wir die letzten 80 Kilometer unter die Räder. Die Sonne war mittlerweile hinter dunklen Wolken verschwunden. Zur allgemeinen Enttäuschung war die Straße am Karerpaß auch schon wieder klatschnass. Aber das kannten wir ja mittlerweile. Im Val di Fassa regnete es und den Passo Pordoi im Regen zu fahren, machte auch nicht so den Spaß. Gegen 17 Uhr erreichten wir dann Arabba, suchten unser Hotel und fanden es auch nach einiger Zeit. Erwin war schon gegen 14:00 h im ca. 1.600 m hoch gelegenen Dolomitenort angekommen. Auf der Hauptstraße von Arabba kam uns Angelika zu Fuß entgegen, sie ging in die Abendmesse.
Mario und Edith hatten uns den Tipp mit dem Hotel Garni Royal gegeben. Wie sich sehr schnell herausstellen sollte, war der Tipp Gold wert, ein klasse Hotel. Sehr saubere Zimmer, gute Betten, endlich richtig gut funktionierende Duschen, eine geräumige Motorradgarage mit angrenzendem Trockenraum für nasse Klamotten, und sehr sehr nette Gastgeber, einfach alles Paletti.
Wie es so üblich ist, nahmen wir zuerst einmal ein kühles Blondes zur Brust und begaben uns dann auf unsere Zimmer, um uns häuslich einzurichten. Danach trafen wir uns in der Tiroler Stube des Hotels und machten uns gegen ½ 8 in die nahe gelegene Pizzeria auf den Weg. Dieses Etablissement kannten wir schon von den vorherigen Touren. Die Pizzen (wie ist eigentlich die Mehrzahl von Pizza ?) waren sehr groß und vor allen Dingen sehr sehr dünn und sehr lecker. Wir kehrten nach dem Essen wieder zurück in unser Hotel, saßen zusammen, erzählten und gingen eine Stunde vor Mitternacht ins Bett. Richtig einschlafen konnte ich allerdings nicht, denn das Kopfkissen war nicht so mein Ding. So’n plattes Schaumgummiding.
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